Von der Initiative zur Institution

Die Geschichte des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers in Schöneweide rückte erst spät in das öffentliche Bewusstsein. Ab 1994 setzten sich verschiedene Initiativen für die Erhaltung dieses historischen Ortes und eine Nutzung als Lernort ein.

2004 beschloss der Berliner Senat, hier ein Dokumentationszentrum zur Geschichte der NS-Zwangsarbeit einzurichten. Mit Unterstützung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ wurde 2005/2006 ein Internationaler Gründungsbeirat ins Leben gerufen. Er beriet über Gestaltung und Nutzung des historischen Geländes sowie über die Konzeption des zukünftigen Dokumentationszentrums als Ausstellungs-, Archiv- und Lernort. Zwei Baracken wurden hergerichtet mit Räumen für Ausstellungen, Veranstaltungen, Seminare, Archiv, Bibliothek und Büros. Am 24. August 2006 ist das Dokumentationszentrum eröffnet und offiziell an die Stiftung Topographie des Terrors übergeben worden.

Seit 2010 ist mit "Baracke 13" eine gut erhaltene Baracke mit Luftschutzkeller im Rahmen von Führungen zugänglich. Im Mai 2013 konnte die Dauerausstellung "Alltag Zwangsarbeit 1938-1945" eröffnet werden.

Zwei weitere Baracken konnten im November 2015, finanziert von der Johanna-Quandt-Stiftung in die Nutzung übergehen. Hier befindet sich eine Internationale Jugendbegegnungsstätte, Raum für Sonderaustellungen, Veranstaltungen, die Bibliothek und Archiv.