Öffentliche Führung jeden 1. und 3. Sonntag im Monat, 15 Uhr

In der öffentlichen Führung lernen Sie die Geschichte des GBI-Lagers 75/76 kennen. An seinem Beispiel erläutern wir das „System Zwangsarbeit“. Wir erklären, warum und wie die Männer, Frauen und Kinder aus über 20 europäischen Ländern in den Arbeitseinsatz nach Berlin kamen und wie sie behandelt wurden. Dabei informieren wir auch über Täter, Zuschauer und Profiteure der Zwangsarbeit. Die "Baracke 13" wird im Rahmen der Führung besucht. 

Die Führungen sind kostenlos. Es ist keine Anmeldung nötig.

17. August 2018 | 18 Uhr

NS-Zwangsarbeit. Eine fotografische Spurensuche
Internationales Sommercamp mit dem Service Civil International

Gezeigt werden Fotografien, die Freiwillige aus zehn Ländern im Rahmen einer internationalen Jugendbegegnung aufgenommen haben. Sie dokumentieren Spuren der NS-Zwangsarbeit in Berlin.

Die Freiwilligen haben an einem zweiwöchigen Sommerlager in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Kooperation mit Service Civil International (SCI) teilgenommen. Die Ausstellung bildet das Ergebnis der Arbeit der Campteilnehmenden, die den Berliner Stadtraum erkundeten.
Zwei Wochen lang beschäftigten sich die Teilnehmenden aus der Türkei, Ukraine, Spanien, Russland, Taiwan, Serbien, Belarus, Ungarn, Rumänien und Deutschland mit dem Thema NS-Zwangsarbeit an historischen Orten. Sie begaben sich in den Berliner Stadtteilen Schöneweide, Köpenick, Rummelsburg, Wilhelmshagen, Neukölln und Mitte auf Spurensuche und dokumentierten ihre Reise mit einer Kamera.
Die Teilnehmenden erforschten vor Ort, was an den Standorten produziert wurde und welche Auswirkung Krieg und Zwangsarbeit hatten.  

Einladung

 

 

30. August | 19 Uhr

Italienische Militärinternierte in Berlin
Vor 75 Jahren verhaftete die Wehrmacht die italienischen Soldaten

Am 8. September 1943 verkündete Italien den Waffenstill- stand mit den Alliierten und trat aus dem Zweiten Weltkrieg aus. Die deutsche Wehrmacht  nahm daraufhin ca. 800.000 italienische Soldaten gefangen.

Daniela Geppert und Arne Pannen beleuchten in ihrem Vortrag die Gruppe der über 30.000 italienischen Militärinternierten, die in die Reichshauptstadt verschleppt wurden. Sie waren im „Stammlager III D“ interniert und mussten  in ca. 200 Arbeits- kommandos Zwangsarbeit leisten.

Der Vortrag  behandelt  die Arbeits- und  Lebensbedingungen der Italiener, die deutschen Organisationstrukturen sowie kon- krete Fallbeispiele. Rund 400 Italiener waren in dem Lager ein- quartiert, an dessen Stelle sich heute das Dokumentationszen- trum NS-Zwangsarbeit befindet.

Einladung

 

 

6. September | 19 Uhr

Kriegsgefangene in Lichterfelde-Süd
Eine Spurensuche an einem historischen Ort

Der Historiker Thomas  Irmer und  die Architektin  Barbara Schulz beleuchten in ihren Vorträgen die Geschichte  eines der größten NS-Kriegsgefangenenlager in Berlin.

Auf einer ausgedehnten Fläche zwischen der Osdorfer Straße und der Trasse der Anhalter Bahn in Richtung Wittenberg be- fand sich während des Zweiten Weltkrieges das Kriegsgefan- genenlager Lichterfelde-Süd. Es wurde im Dezember 1939 auf Grundlage eines Barackenlagers der Reichsbahn errichtet. Bis Kriegsende waren dort mehrere tausend  Soldaten interniert, die meisten von ihnen mussten in Berlin Zwangsarbeit leisten.

Der Standort wurde jüngst aus geschichtlicher und bauhisto- rischer Perspektive neu erforscht. Zahlreiche Spuren sind da- durch auf dem Gelände entdeckt worden. Über den heutigen Umgang mit dem historischen Ort wird intensiv diskutiert.

Einladung

 

 

Tag des offenen Denkmals 2018

8. September 2018

11 Uhr Führung "Batterien für die Wehrmacht. Zwangsarbeit bei Pertrix 1939-1945"

13 Uhr Fahrradtour "Vom Kaiserreich bis zur NS-Zeit - Spuren historischer Orte in Schöneweide und Köpenick, wie die Gedenkstätte "Köpenicker Blutwoche", die ehem. Synagoge Köpenick und die AEG entlang der Spree.

10-18 Uhr Öffnung der "Baracke 13" ohne Führung

 

9. September 2018

11 Uhr Führung "Alltag Zwangsarbeit 1938-1945" in der Dauerausstellung und der Nachbarschaft des Dokumentationszentrums

15 Uhr Stadtteilrundgang "Die Baudenkmale und ihre Geschichte. Das ehemalige Zwangsarbeiterlager GBI 75/76 als letztes seiner Art und Deutschalnd und benachbarte Gebäude, die Industriegeschichte erzählen"

10-18 Uhr Öffnung der "Baracke 13" ohne Führung

Einladung

 

 

 

19. September | 19 Uhr

NS-Zwangsarbeit auf dem Flughafen Tempelhof

 

Der Flughafen Tempelhof wurde mit Beginn des Zweiten Weltkriegs zu einer wichtigen Rüstungs­pro­duk­­tionsstätte: Das Bremer Unternehmen „Weser Flugzeugbau“ stellte dort bis Kriegsende Kampf­flug­zeu­ge – vor allem Sturzkampfbomber Junkers Ju 87 – und die Deutsche Lufthansa AG Radar­geräte her.

In seinem Vortrag schildert Matthias Heisig vor allem die Arbeits- und Lebensbedingungen der meh­re­ren Tausend Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die für die „Weserflug“ in Tempelhof im Ein­satz waren, und beleuchtet die Entwicklung und Struktur dieses Rüstungsunternehmens. Christine Glauning gibt einführend einen Überblick über die Situation der Zwangsarbeit in Berlin während der Kriegsjahre.

Einladung

 

 

 

Veranstaltungsvorschau: 

19. September: NS-Zwangsarbeit auf dem Flughafen Tempelhof

27. September: Zwangsarbeit in Serbien. Buchvorstellung

10. Oktober: Warum müssen wir uns heute mit NS-Zwangsarbeit befassen?

25. Oktober: Zeitzeugengespräch (angefragt)

22. November: Ausstellungseröffnung "Philibert & Fifi"