Öffentliche Führung jeden 1. und 3. Sonntag im Monat, 15 Uhr

In der öffentlichen Führung lernen Sie die Geschichte des GBI-Lagers 75/76 kennen. An seinem Beispiel erläutern wir das „System Zwangsarbeit“. Wir erklären, warum und wie die Männer, Frauen und Kinder aus über 20 europäischen Ländern in den Arbeitseinsatz nach Berlin kamen und wie sie behandelt wurden. Dabei informieren wir auch über Täter, Zuschauer und Profiteure der Zwangsarbeit. Die "Baracke 13" wird im Rahmen der Führung besucht. 

Die Führungen sind kostenlos. Es ist keine Anmeldung nötig.

 

Donnerstag, 20. April 2017 | 19 Uhr

Das Tagebuch des Michele Sacco, ehemaliger italienischer Militärinternierter
Lesung und Gespräch mit Michele Sacco und Prof. Luigi Reitani

Einführung:  Dr. Christine Glauning
Moderation:  Prof. Luigi Reitani
Lesung: Georg Gehlhoff

Auf Italienisch und Deutsch mit Konsekutivübersetzung

Michele Sacco, geboren am 3. Januar 1921, lebte vor dem Krieg in Apulien und arbeitete dort als Tagelöhner auf den Feldern. Als italienischer Soldat weigerte er sich, für das Nazi-Regime zu kämpfen, und geriet mit 22 Jahren nach dem 8. Septemper 1943 in deutsche Gefangenschaft. Er kam nach Berlin, wo er in unterschiedlichen Arbeitslagern bis zum Ende des Krieges blieb. Er teilte somit das Schicksal der über 600.000 italienischen Militärinternierten, die gezwungen wurden, unter unmenschlichen Bedingungen für die Kriegsmaschinerie Hitlers zu arbeiten.

 

Davon berichtet er in einem Tagebuch, das er unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Italien nieder-schrieb und später mehrmals bearbeitete. Zum ersten Mal kehrt Michele Sacco an die Orte seiner Gefangenschaft zurück, um über seine Erfahrungen zu sprechen.    

Luigi Reitani, Leiter des Italienischen Kulturinstituts Berlin, Herausgeber des Tagebuchs von Michele Sacco

Georg Gelhoff, Mitarbeiter des Italienischen Kulturinstituts Berlin

Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

 

Besonderes Angebot: Vor der Veranstaltung bietet wir eine kostenlose Führung durch unsere neue Dauerausstellung zu den italienischen Militärinternierten „Zwischen allen Stühlen” an. Beginn 17:30 Uhr

 

Einladung

 

 

13. Mai 2017 | 14 Uhr

Schöneweide - vom Kaiserreich bis zur NS-Zeit
Eine Fahrradtour

Per Fahrrad wird ein Stück Ortsgeschichte von Schöneweide erkundet, neben den o.g. Stationen führt die Fahrradtour zusätzlich zu Stationen, wie der Batteriefabrik, dem Wirtshaus "Neptunshain", der jüdischen Synagoge Köpenick, der Gedenkstätte "Köpenicker Blutwoche", dem Waldfriedhof Oberschöneweide, der Villa Rathenau und anderen.

Kostenlos. Teilnahme nur nach Anmeldung bei der VHS