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Bolesław Zajączkowski (1923 – 2007)

Bolesław Zajączkowski wurde 1923 in der polnischen Industriestadt Łódź geboren. Als die Wehrmacht 1939 in Polen einmarschierte, leistete der damals 16-jährige als Pfadfinder Hilfsdienste für die polnische Armee.

1940 verschleppten die Deutschen Bolesław Zajączkowski im Alter von 17 Jahren nach Deutschland. Als jüngster der gesamten Belegschaft musste er im Ruhrbergbau in Gelsenkirchen körperliche Schwerstarbeit leisten. Nach einem Arbeitsunfall kehrte er nach Łódź zurück. Dort wies ihn das örtliche Arbeitsamt einem Werk der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft, kurz AEG, zu. Die AEG schickte ihn nach Berlin, angeblich zur Ausbildung. Stattdessen zwang man ihn zur Rüstungsproduktion im AEG-Werk Hennigsdorf. Wegen der Kriegszerstörungen in Berlin verlagerte die Firma 1944 die Produktion in die Festung Glatz bei Breslau, wo Bolesław Zajączkowski in den Kellergewölben arbeiten musste.

Nach der Befreiung kehrte er nach Łódź zurück und wurde Techniker für das polnische Fernsehen. In seiner Freizeit war er wieder für die Pfadfinder aktiv. Bolesław Zajączkowski starb 2007 in Łódź.

Ausweisfoto Bolesław Zajączkowski, Łódź 1940

Bolesław Zajączkowski, Łódź 1940

Bolesław Zajączkowki als Bergmann, Gelsenkirchen-Rotthausen, um 1940

Bolesław Zajączkowski als Bergmann. Solange er unter 18 war, gab ihm die Zeche kein Geld.

Bolesław Zającskowki mit ehemalige polnischen Zwangsarbeiterinnen der AEG vor dem Brandenburger Tor, Berlin 2002

Vor dem Brandenburger Tor, 2002